Seit der zunehmenden Verbreitung und wachsenden Popularität von E-Zigaretten, wächst auch die Zahl der Institutionen und Einzelpersonen, die sich mit Studien zu den Auswirkungen des Dampfens, auf Lunge und Gesundheit befassen. Zuletzt stellte das eindrucksvoll der Dokumentarfilm „A Billion Lives“ dar, dessen Deutschland-Premiere u.a. von InnoCigs gesponsert wurde. Besonders interessant ist auch die Analyse der Auswirkungen, im Verhältnis zur herkömmlichen Zigarette mit Tabak. Das der inhalierte Dampf der Liquids weitaus weniger schädlich ist als der Rauch einer Tabakzigarette, ist bereits durch zahlreiche Studien und Tests belegt worden. Das hat u.a. damit zu tun, dass beim Dampfen von Liquids, im Gegensatz zur Tabakzigarette, kein Verbrennungsvorgang stattfindet. Dadurch fallen alle schädlichen Bestandteile des Rauchs, wie zum Beispiel Formaldehyd und rund 250 weitere schädliche Stoffe, weg. Doch da häufig noch immer die – fälschlicherweise – weit verbreitete Meinung vorherrscht, es würden Langzeitstudien fehlen, sorgt vor allem die teilweise einseitige und falsche mediale Berichterstattung immer wieder für Verunsicherung unter Dampfern und potenziellen Umsteigern. So zum Beispiel ein Statement der WHO zu Formaldehyd in E-Zigaretten, das sich im Nachhinein als Falschmeldung entpuppte. Ein etwas genauerer Blick auf aktuelle Studien und Forschungsarbeiten zu elektrischen Zigaretten und Aerosol, dürfte die meisten Bedenken außerdem schnell zerstreuen. Wir haben uns die wichtigsten Entwicklungen für Sie angeschaut und u.a. in einer Infografik zu den Auswirkungen des Dampfens und zahlreichen Beiträgen zusammengetragen. Außerdem gibt es Links zu den Original-Studien und weiteren interessanten Analysen.

Die andere Frage, die von Anfang an gestellt wird, ist die zur Effektivität der elektrischen Zigaretten als Mittel zur Rauchentwöhnung. Wie bei so vielen Dingen ergibt sich die richtige Antwort meist für jede Person selbst. Denn auch jede Institution versucht schließlich, mit den Studien die eigene Position zu stützen. Deshalb ist es am besten, sich stets sein eigenes Bild zu machen. Der Nutzen als Unterstützung zur Rauchentwöhnung hängt beispielsweise auch davon ab, wie viel man vorher geraucht hat.

„Für starke Raucher, die es nicht schaffen aufzuhören und die deswegen verzweifelt sind, ist die E-Zigarette mit Sicherheit eine Alternative. Das ist sonnenklar. Bevor ein starker Raucher das Giftgemisch einer Tabakzigarette zu sich nimmt, ist die E-Zigarette tatsächlich mit einer Risikoreduzierung verbunden.“

– Dr. Martina Pötschke-Langer (Interview mit Judith Hartl)

Man kann festhalten, dass es zwar aktuell noch keine Langzeitstudien zu den Auswirkungen des Dampfens vonE-Zigaretten gibt. Jedoch haben erste In-vitro Studien belegt, dass E-Zigaretten Dampf definitiv weniger toxisch ist als Zigarettenrauch, teilweise sogar kaum unterscheidbar von verbrauchter Atemluft. Ein sehr großer Unterschied, der oft vergessen wird: Dampf von E-Zigaretten bzw. das Aerosol ist für die Reparaturkompetenz des Körpers tragbar und verbleibt zum Großteil im Körper. Auch wird nur Dampf produziert, sofern auch aktiv gedampft wird. Es wird also wenig Dampf in die Raumluft abgegeben, anders als bei Zigaretten. Auch für Dritte stellt der Dampf, nach Stand der aktuellen Forschung, kein gesundheitliches Risiko dar, ganz im Gegensatz zu Zigarettenrauch. Die ganze Studie von Cultex jetzt lesen (Englisch).

Getestet wurde:

  • Aerosol eines E-Liquids der Firma Johnsons Creek (Hartland, WI, USA) mit dem Aroma “Tennessee Cured” in Null Prozent beziehungsweise 2,4 Prozent Nikotinstärke. Die gelisteten Inhaltsstoffe waren: „USP grade propylene glycol, USP grade vegetable glycerol, deionized water, natural flavors, artificial flavors, USP grade nicotine (not in 0.0%), USP grade citric acid (as a preservative)“
  • 99,5% reines Propyleneglycol und Glyzerin des Herstellers Alfa Aesar (Karlsruhe, Germany)
  • Tabakrauch von 3R4F-Referenzzigaretten mit Standardfilter, hergestellt von der Kentucky Universität, Lexington, KY, USA

Ein angenehme Nebeneffekte des Dampfes ist außerdem, dass die Raumluft wesentlich weniger belastet wird, auch was den Geruch angeht. Wahrnehmbare Gerüche beschränken sich in der Regel auf die im Liquid enthaltenen Aromastoffe.